Sa 12.09.
20:00
Regie
Britta Wandaogo
Deutschland / 2011
81 Min.
/ DCP
/ OmeU
Kino
Arsenal
zu dem KalenderEinführung: Patrick Holzapfel; Anschließend Gespräch mit Britta Wandaogo, Moderation: Friederike Horstmann
Motorradfahrten. Gleich zu Beginn. Sie geben das Tempo vor. Dazu die ungestüme Energie von Billy Idol. Es geht um eine andere Zeitlichkeit. Um Intensität. Zeit zerfällt. Auf Kosten des Augenblicks. Dirk hat einen ähnlichen Drive. NICHTS FÜR DIE EWIGKEIT zeigt seinen Alltag. Zwischen 1993 und 2005 filmt seine Schwester Britta unzählige Szenen mit ihrem heroinabhängigen Bruder – zunächst ohne die Absicht, einen Film zu machen, sondern um Erinnerungen festzuhalten. Ihre erste Videokamera wird selbstverständlicher Teil der Beziehung: Sie wandert zwischen den Geschwistern, bietet Schutz, initiiert Konflikte. Die rohe Materialität des Videomaterials und die bewegte Handkamera sind mehr als technische Voraussetzungen: In vielen Close-ups bewahren sie eine unprätentiöse Unmittelbarkeit. Der Film ist ein schonungslos offenes und zugleich zärtliches Porträt einer Geschwisterbeziehung – nah, direkt und ungeschützt: „Hey little sister, what have you done?“. (fh)
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